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Juni 14

Mentales Coaching bei Dauerstress im Beruf – wenn Funktionieren nicht mehr reicht

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Anspannung, die im Alltag unsichtbar bleibt

Viele Menschen merken lange nicht, wie angespannt sie eigentlich sind. Sie stehen morgens auf, erledigen ihre Aufgaben, koordinieren Beruf und Privatleben und machen weiter, ohne den eigenen Zustand wirklich zu prüfen. Von außen wirkt das stabil. Innen beginnt sich etwas zu verschieben. Der Schlaf wird flacher, Gedanken lassen sich schwerer abschalten, die Erschöpfung bleibt auch dann bestehen, wenn eigentlich Ruhe sein müsste. Das sind klare Zeichen dafür, dass das innere Gleichgewicht nicht mehr stimmt.

Warum innerer Druck entsteht

Innerer Druck entsteht selten durch die Menge an Aufgaben. Viel entscheidender ist, wie man diese Aufgaben innerlich bewertet. Wer überzeugt ist, stark sein zu müssen, keine Schwäche zeigen zu dürfen oder alles selbst tragen zu müssen, baut einen konstanten Druck auf. Dieser Druck entsteht im Inneren und wirkt stärker als jede Deadline. Er hält das Nervensystem in einem Zustand, der langfristig nicht tragfähig ist.

Was innere Muster dabei auslösen

Die Muster, die diesen Druck erzeugen, sind meist alt. Sie laufen automatisch ab und steuern Verhalten, Entscheidungen und Grenzen. Manche Menschen übernehmen zu viel Verantwortung. Andere stellen die eigenen Bedürfnisse zurück, um Konflikte zu vermeiden. Einige halten an Kontrolle fest, obwohl sie wissen, dass sie ihnen schadet. Diese Muster sind nicht falsch, aber oft nicht mehr passend für das Leben, das heute geführt wird.

Wenn Veränderung Angst macht

In meinen Coachings begegnen mir oft Menschen, die spüren, dass sie sich überfordern, gleichzeitig aber nichts verändern, weil sie Angst vor den möglichen Folgen haben. Sie befürchten, an Autorität zu verlieren, weniger leistungsfähig zu wirken oder Erwartungen zu enttäuschen. Dieser Mechanismus hält das System in einem Zustand, der viel Energie kostet und wenig Raum für Erholung lässt. Sobald die innere Anspannung nachlässt, passiert regelmäßig etwas anderes als erwartet. Klarheit wird größer, Entscheidungen werden leichter, der Zugriff auf Kraft kommt zurück.

Was Coaching sichtbar macht

Im Coaching geht es darum, die Strukturen im Hintergrund zu erkennen. Was treibt das Verhalten an. Welche Erwartungen wurden verinnerlicht. Welche Grenzen werden gefühlt, aber übergangen. Welche innere Stimme setzt den Maßstab. Wenn diese Muster sichtbar werden, entsteht wieder Wahlfreiheit. Belastung verliert ihre Schärfe. Der Kontakt zu sich selbst wird stabiler.

Warum Loslassen ein Zeichen von Stärke ist

Dauerstress ist kein Nachweis von Stärke. Er zeigt, dass das System zu lange im Funktionsmodus gelaufen ist und den Kontakt zu den eigenen Ressourcen verloren hat. Stärke entsteht nicht aus Anspannung, sondern aus einem Zustand, in dem Klarheit, Kraft und Ruhe gleichzeitig vorhanden sind. Loslassen ist keine Schwäche. Es ist eine Rückbewegung zu sich selbst und damit eine Voraussetzung für echte Stabilität.

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